Einzigartig
und unberührte Landschaft für die, welche das wirklich ursprüngliche
Venezuela kennenlernen wollen.
Die
Umgebung vom Río Caura ist relativ wenig erschlossen und
besteht
zum größten Teil aus Urwald und endlosem Regenwald.
Jahrelang
war der Fluß die einzige Transportmöglichkeit um ins
Landesinnere
zu kommen, bis später eine nicht sehr gute Straße
gebaut
wurde, welche bis heute mehr oder weniger funktioniert.
Mitten
im Fluß blockieren hin und wieder riesige Granitfelsen den Weg und
haben Steinmauern angesammelt, durch welche sich zum Teil Gräben gebildet
haben, welche man hier "Trincheras" nennt.
Demzufolge
heißt das Dorf was hier entstand: Las Trincheras.
Vor
ungefähr 200 Jahren haben sich hier Leute angesiedelt, nachdem Sie
den hier häufigen „Sarapia Baum“ entdeckt hatten. Seine Frucht liefert
aromatisches Öl, sehr begehrt für kosmetische Produkte und ebenfalls
ein sehr beliebtes Naturheilmittel.
Entdeckung
des Erdöls! Viel von den Bewohnern zogen dem Öltraum nach mit
der Hoffnung ein besseres Dasein vorzufinden, die wenigen welche zurück
blieben gehören zum größten Teil zum Yekuana-Maquiritare
Stamm. Ihren Unterhalt bestreiten sie durch angeln und mit einer Art „wilder
Schrebergärten“ („Conuco“) mitten im Urwald, wobei ein günstiger
Fleck abgebrannt und gerodet wird!
Diese
Leute sind exzellente Bootsmänner, auf deren Fahrkenntnis man ohne
weiteres vertrauen kann.
Deshalb
laden wir ein zum Ausflug „Para Wasserfall“ mit den Experten!
Wir
organisieren ein Team bei welchem Gäste und Einheimische beteiligt
sind und erhoffen das beide Teile etwas dazulernen werden!
Mit
seinen Stromschnellen und den im Fluß verstreuten Granitfelsen aus
dem ehemaligen Guayanaschild bietet der Fluß eine abenteuerliche
und abwechslungsreiche Fahrt. Mit etwas Glück können wir Flußdelfine,
Schildkröten, Ottern, Kormorane, Papageien, Eivögel, Hoatzin
und andere seltene Reisegefährten sehen.
Am
Ende der Sandstraße in Las Trincheras befindet sich die Caura
Lodge
inmitten des tropischen Regenwalds direkt am Fluß Caura.
Ihre
Terrasse mit Blick auf den Fluß und bizarre Felslandschaft ist der
Mittelpunkt für alle Geschehnisse und Mahlzeiten. Hier kommen die
Dorfbewohner zum Plausch vorbei.
Ein
großes Kolonialhaus mit riesiger Wohnküche und Aufenthaltsraum,
lädt ein. Die Köchin verwöhnt ihre Gäste durch ihre
köstliche und abwechslungsreiche Küche. Von 18.00 bis 22.00 Uhr
spendet uns das Stromaggregat des Dorfes Licht. Wir schlafen unter Palm
gedeckten indianischen Rundbauten in Hängematten mit Moskitonetzen,
begleitet von den
Geräuschen
des Urwaldes. Wer es gern etwas bequemer hat,
kann
in einem der Doppelzimmer mit eigenem Bad bleiben – allerdings vermissen
Sie dann das Wiegenlied des Dschungels...
Wer
Lust hat, kann mit den Einheimischen angeln gehen, den Fluß im Kajak
erkunden oder am Strand das kühle Naß des Schwarzwasser- flusses
genießen!
Wir
bieten auch Tagesausflüge zu einer Granitfelsinsel im Caura, zu dem
Wasserfall La Leona in der Bergkette Sierra de Maigualida an. Außerdem
zur Tierbeobachtung im Caño Mato und zum Cerro Cangrejo, wo man
eine wunderschöne Aussicht über den unendlichen Urwald und den
Flußlauf des Rio Caura hat.
Von
hier aus startet die dreitägige Tour zum Salto Para, einem spektakulären
Wasserfall. Begleitet von den Yekuana - Makaritare Indianern lernen
wir die Geheimnisse des Regenwaldes und seiner ursprünglichen
Bewohner kennen. Alle Teilnehmer schlafen während dieser Tour in Hängematten
mit Moskitonetzen.
Reiseverlauf
in Stichworten
1.
Tag: Fahrt von Ciudad Bolívar in die Caura Lodge am Río
Caura (ca.4,5 Std.). (-/M/A)
2.
Tag: 5 - 6 Std. Fahrt im indianischen Einbaum zu der Sandbank “Playon”
im Urwald am Fuße der Stromschnellen des Río Caura. (F/M/A)
3.
Tag: Urwald-Wanderung zu den Para-Wasserfällen (2-2,5 Std./7km/250
m Höhenunterschied). (F/M/A)
4.
Tag: Rückfahrt im indianischen Einbaum. Nachmittags Zeit zur
freien Verfügung. (F/M/A)
5.
Tag: Fahrt nach Ciudad Bolivar (F/-/-)
(F=Frühstück
/ M=Mittagessen / A=Abendessen) Änderungen vorbehalten!
Wir
heißen Sie herzlich willkommen, dieses paradiesische Fleckchen Erde
kennenzulernen!
Reiseverlauf
1. Tag:
Fahrt nach Las Trincheras in die Caura Lodge
Wir treffen uns
um 09:30 Uhr morgens im Hotel Valentina, wo wir unseren großen Jeep
beladen. Unsere Fahrt beginnt in Richtung Caicara del Orinoco, immer parallel
zum Orinoco. Die Landschaft ähnelt einer hügeligen Savanne, durchzogen
von kleinen Flüssen, an deren Ufern die malerische Morichepalme wächst.
Die Früchte der Morichepalme sind eßbar und aus ihrer Faser
fertigen die Indianer viel Kunsthandwerk sowie Hängematten und Körbe.
Ihre Blätter werden auch gerne zum Dachdecken verwendet. Nach 1,5
Stunden Fahrt erreichen wir den Río Aro und machen an der letzten
Tankstelle vor unserem Ziel eine Rast. Die Fahrt wird durch Savannenlandschaft
fortgesetzt. Riesige, schwarze Granitfelsen, Ausläufer des ehemaligen
Guayana-Schild, zeigen sich. Ein beeindruckendes Panorama bietet die grasgrün
schimmernde Savanne mit ihren vereinzelt stehenden Morichepalmen, die sich
in der Landschaft der überwältigenden, schwarzen Felsbrocken
verlieren.
Wir biegen schließlich
von der Hauptstraße in eine schmale, rote Erdstraße Richtung
Süden, die uns durch dichten Urwald nach Las Trincheras führt.
In unserem Urwaldcamp in Las Trincheras werden wir schon von unseren Gastgebern
erwartet. Gemeinsam laden wir den Jeep ab und richten unser Gepäck
im Kolonialhaus ein. In einem palmengedeckten, indianischen Rundbau "churuata"
mit Blick auf den Flußlauf des Río Caura, hängen wir
unsere Hängematten für die Nacht auf.
Am Nachmittag starten
wir zu unserem ersten Ausflug im Einbaum (curiara). Unser Ziel ist die
"Peña Negra". Mit Glück sehen wir auf der Fahrt dorthin Flußdelfine.
Von der Peña Negra, ein riesiger Granitfels, der wie eine
Insel mitten im Río Caura liegt, haben wir ein überwältigendes
Panorama über den Flußlauf, der sich in der Trockenzeit in einem
Labyrinth von Granitfelsen verliert, und über das satte Grün
des Urwaldes. Zum Sonnenuntergang fahren wir ins Camp zurück.
Abends wird eine
große Parrilla (Fleisch vom Grill) auf dem offenen Feuer zubereitet.
Auf der Terasse, auf der alle Mahlzeiten eingenommen werden, genießen
wir die Abendstimmung und lauschen den Urwaldgeräuschen.
2. Tag:
Einbaumfahrt 130 km flußaufwärts-Dauer 5-6 Std. bis zu dem Sandstrand
“El Playon” am Fuße der Stromschnellen
Nach einem gemütlichen
Frühstück verstauen wir Ausrüstung und Gepäck in wasserdichte
Tonnen und beladen unsere Curiara (Einbaum). Unser Bootsfahrer aus Las
Trincheras, der den Fluß mit seinen gefährlichen Felsen unter
der Wasseroberfläche und die besten Durchfahrten der Stromschnellen
ganz genau kennt, begleitet uns. Schon nach einer 1/2 Stunde erreichen
wir die erste Stromschnelle, die unser Bootsfahrer sicher passiert. Außer
ein paar Wasserspritzern kann uns nichts passieren, da alles wasserdicht
verpackt ist. An den Ufern des dichtbewachsenen Urwaldes tauchen in der
Trockenzeit verlockend weiße Sandstrände auf, ideal zum Rasten
und Baden. Hin und wieder begegnet uns eine Curiara mit Indianern, die
am Oberlauf des Caura leben. Man grüßt sich freundlich (bitte
nicht fotografieren!) und weiter geht die Fahrt auf dem sich schlängelnden
Fluß. Es ist eine angenehm geruhsame Fahrt, wenn uns nicht gerade
einer der fast alltäglichen Tropenschauer erwischt, denn dann kann
es durch den Fahrtwind unangenehm kalt werden. Im Hintergrund kommen schon
die ersten Berge zum Vorschein. Ein Zeichen, daß wir bald am Ziel
sind. Nach 5 bis 6 Stunden Fahrt erblicken wir den weißleuchtenden
Playon-Strand und hören das Rauschen der Stromschnellen.
Wir laden unsere
wasserdichten Tonnen aus und errichten unser Lager in indianischen Hütten.
3. Tag:
Wanderung zu den Pará-Wasserfällen (2-2,5 Std. /7 km/
250m Höhenunterschied)
Frühmorgens
ist die Landschaft noch in dichten Nebel verhüllt, der sich wie durch
einen Zauber langsam lichtet. Während wir schon unseren Kaffee schlürfen,
können wir zuschauen, wie die ersten Sonnenstrahlen diese noch schlafende
Landschaft wecken. Nach dem Frühstück wandern wir durch dichten,
feuchten Regenwald, immer parallel zum Fluß, ohne diesen sehen zu
können, da er 200 - 300 m entfernt in einer Schlucht fließt.
Nach einer Phase des Einlaufens geht es steil bergauf, was sehr schweißtreibend
ist, doch die Anstrengung wird immer wieder durch die Vielzahl der Urwaldeindrücke
belohnt. Schon nach zwei Stunden Wanderung hören wir in der Ferne
dumpf das Donnern der Pará-Wasserfälle. Nicht weit von uns
befindet sich die ehemalige Forschungsstation der Elektrizitätsgesellschaft
Cadafe, oberhalb der Wasserfälle, in der jetzt einige Indianer leben,
die das Camp verwalten.
Wir verweilen in
diesem Camp, um das faszinierende Naturschauspiel der Wasserfälle,
die sich vor uns ausbreiten, zu bewundern. In einer angestauten Lagune
oberhalb der Wasserfälle können wir ein erfrischendes Bad nehmen.
Bevor wir zurückwandern, haben wir die Möglichkeit, Artesanía
(Kunsthandwerk) bei den Indianern zu kaufen. Wenn wir Lust haben, können
wir abends ein Lagerfeuer am Strand richten.
4. Tag:
Rückfahrt auf dem Río Caura in die Caura Lodge (4 - 5 Std.)
Nach einem gemütlichen
Frühstück und Beladen der Boote begeben wir uns wieder auf die
Rückfahrt. Gegen Mittag kommen wir in Las Trincheras in unserer Caura
Lodge an und haben noch den ganzen Nachmittag zur freien Verfügung.
Wenn es Fisch im Dorf gibt, grillen wir abends frischen Fisch aus dem Caura.
5. Tag:
Fahrt nach Ciudad Bolívar
Wir fahren wieder
in unseren Jeeps zurück auf die asphaltierte Straße Richtung
Ciudad Bolivar. Unterwegs halten wir bei unserem Freund, dem Jugo Caura,
um seine köstlichen, selbstgemachten Fruchtsäfte zu probieren.
In der Ferne sehen wir nun schon die Pfeiler der Angostura-Brücke
und die Stadt Ciudad Bolívar hat uns wieder.
Leistungen
-
Transfer
Ciudad Bolívar - Las Trincheras - Ciudad Bolívar
-
Übernachtung
in Hängematten
-
alle
ausgeschriebenen Ausflüge
-
Verpflegung
wie angegeben
-
Hängematten
und Moskitonetze werden gestellt
-
Schlangenschützer
-
Schwimmwesten
-
wasserdichte
Tönnchen
-
Kajaks
-
deutsch-
oder englischsprachige Reiseleitung
Hinweis:In
der Caura Lodge in Las Trincheras gibt es auch die Möglichkeit auf
Anfrage gegen einen Aufpreis in Doppelzimmern mit eigenem Bad zu
übernachten (es gibt vier).
Ausrüstungsliste:
leichten
Jogginganzug zum Schlafen, da es nachts abkühlt, ein Paar feste Wanderschuhe,
zweites Paar leichte Ersatzschuhe, Regenschutz, Sonnenbrille/Kopfbedeckung,
Leinentuch oder dünnen Schlafsack, kleinen Tagesrucksack, Taschenlampe,
Taschenmesser, Trinkflasche, wenn nicht vorhanden, wird sie gestellt, Sonnenschutzmittel,
Sonnenblocker, Faktor 20 für Nase und Lippen, Mückenschutz (z.B.
Autan), abbaubare Seife und Shampoo, Malariaprophylaxe
Termine:
Beginn
der Tour jeden Samstag ab Ciudad Bolívar
|
Preis: Caura River
- Para Fall (5 Tage / 4 Nächte)
|
| Prise in US-$, netto
und pro Person |
| Übernachtung
in/im |
von
/ bis |
| |
01.Aug.98
->30.Jun.99 |
| Hängematten |
$
394 (incl.
Tax) |
| Doppelzimmer* |
$
424 (incl.
Tax) |
| Einzelzimmer* |
$
459 (incl.
Tax) |
Preise
können sich ohne Vorankündigung ändern
|
| *In
der Caura Lodge in Las Trincheras gibt es auch die Möglichkeit auf
Anfrage gegen einen Aufpreis in Doppelzimmern mit eigenem Bad zu
übernachten, jedoch auf dem Ausflug zu den Para Fällen gibt es
nur die Möglichkeit in Hängematten zu schlafen. |